Menü

Lafers Expertentipps: Obst

 

Obst schmeckt am besten, wenn es vollreif geerntet wird. Kein Wunder also, dass regional und saisonal immer öfter erste Wahl ist.  Bei Exoten geht das natürlich nicht. Für volles Aroma empfiehlt es sich dann aber oftmals zu Flugobst zu greifen.

Der richtige Reifegrad

Eine Avocado ist reif, wenn der Stilansatz ganz leicht nachgibt. Zum Prüfen vorsichtig um ihn herumdrücken.
Greifen Sie auf die Sorte »Hass« zurück, diese ist verzehrfertig im Einzelhandel zu bekommen. Man erkennt sie an der dicken warzigen Schale. Hass-Avocados haben einen höheren Fettgehalt als die Sorte mit glatter Schale und so entsprechend mehr Geschmack.
Achtung: Avocados nicht partiell mit dem Finger eindrücken um die Reife zu testen. Das gibt dunkle Druckstellen. Sogar wenn die Frucht noch hart ist. Sie erscheinen dann einfach später, wenn sie nachgereift ist.
Avocados kann man übrigens prima nachreifen lassen. Dazu wickelt man sie einfach einem Apfel oder einer Banane zusammen in Zeitungspapier (oder steckt sie in eine Tüte oder ein Gefäß stecken und verschließt es). 

Melonen sind süß und saftig, wenn sie beim Klopfen dumpf und hohl klingen. Zweites Indiz: Wenn sie beginnen am Stilansatz ganz leicht schrumpelig zu werden (Ausnahme: Wassermelonen). Außerdem sollten sie nach Melone »duften«, also ruhig mal die Nase an die Frucht halten.

Ananas sind fertig zum Genuss, wenn sich die inneren Blättchen ganz leicht lösen bzw. herausziehen lassen. Auch hier kann man riechen, ob sie reif ist, dann verströmt sie ihr volles Ananas-Aroma.

Den Reifegrad von Mangos sollte man immer mit der ganzen Handfläche prüfen und nicht mit dem Druck eines einzelnen Fingers. Mangos werden unreif geerntet und reifen kaum nach. Hier lohnt es sich in der Regel in Flugobst zu investieren.

 

Johann Lafers Tipps zum Thema Obst
Johann Lafers Tipps zum Thema Obst

Kühlfach oder Obstschale?

Beerenfrüchte gehören in den Kühlschrank. Alles andere wird draußen gelagert. So entfaltet sich das Aroma besser.
Achtung: Birnen, Äpfel und Bananen geben das Reifegas Ethylen ab. Deshalb diese Früchte immer getrennt von anderem Obst aufbewahren.

Schutzschicht aus der Natur

Einige unserer heimischen Äpfel, z.B. der Grafensteiner, haben eine natürliche Wachsschicht. Sie schützt vor Krankheiten und Parasiten und sorgt für einen langsamen Reifeprozess. Man kann sie problemlos mitessen – anders als die künstliche Wachsschicht von Äpfeln aus Übersee.

 

Johann Lafer zu Gast bei dem Hamburger Fruchtgroßhandel C. D. Albers in Hamburg
Johann Lafer zu Gast bei dem Hamburger Fruchtgroßhandel C. D. Albers in Hamburg

Schön bunt und gesund

Für Smoothies wichtig: Das richtige Mischungsverhältnis der Früchte – nicht zu sauer und nicht zu viele feste Sorten. Und Vorsicht: Ein großer Fruchtanteil bedeutet auch viel Fruchtzucker, deshalb ruhig mal eine Handvoll Salat, ein Stück Gurke oder frische Kräuter zugeben.
Eine Kombination, die nicht gelingt: Kiwi plus Milchprodukte. Das flockt aus.