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Kürbiskernöl – das grüne Gold aus der Steiermark

Kürbiskernöl – das grüne Gold aus der Steiermark
Lecker - Kürbiskernöl in Suppen

Stell dir vor: Um einen Liter feinstes Kürbiskernöl herzustellen, werden 2,5 Kilogramm Kürbiskerne aus etwa 30 Ölkürbissen benötigt. Kein Wunder, dass dieses Öl wie Gold gehandelt wird. Wir verraten, was Kürbiskernöl so außergewöhnlich macht, welche Gerichte es verfeinert, wieso du dir das Etikett gut anschauen solltest und warum du in Sachen Hitze aufpassen musst.

Kürbiskernöl ist eine Spezialität aus Österreich. Genauer gesagt: aus der Steiermark. Hier werden die Ölkürbisse gezüchtet, aus dessen Kernen dieses besonders hochwertige und teure Kürbiskernöl hergestellt wird. Gutes Öl kannst du an seiner tiefgrünen Farbe und einer dickflüssigen Konsistenz erkennen. Ob für kalte Speisen wie Salate oder für warme Gerichte wie Suppen – das aromatische Original-Öl verfeinert deine Rezepte und darf in keiner Küche fehlen. Betörender Duft. Einzigartiger Geschmack!

Inhalte

Wie wird Kürbiskernöl hergestellt?

In den Herbstmonaten ist auf den Feldern in der Steiermark viel los. Jetzt sind die Ölkürbisse erntereif und bereit, ihre wertvollen Kerne für die Produktion von Kürbiskernöl zu spenden. Das Besondere an diesen Kürbissen: Ihre Kerne haben keine harte Schale und eignen sich deshalb hervorragend für die Herstellung von Öl. Nach der Ernte werden die Kerne getrocknet, um sie lagerfähig zu machen. Anschließend müssen sie gemahlen und zusammen mit Wasser und Salz geröstet werden. Zu guter Letzt wird in einer Ölmühle aus der breiigen Masse das Öl gepresst.

 

Warum ist Kürbiskernöl dunkel?

Typisch für Kürbiskernöl ist seine tiefgrüne – fast schwarze – Farbe. Dieses Aussehen hat es den enthaltenen Kürbiskernen zu verdanken: In ihnen steckt der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.

 

Wo bekomme ich Kürbiskernöl?

Du kannst Kürbiskernöl in jedem gut sortierten Supermarkt, im Bioladen oder Reformhaus kaufen. Online-Händler bieten das Öl ebenfalls an. Wenn du ohnehin in der Steiermark unterwegs bist, lohnt es sich natürlich das Öl direkt beim Bauern zu kaufen.

 

Was sollte ich beim Kauf von Kürbiskernöl beachten?

Leider gibt es einige Anbieter, die beim Kürbiskernöl Etikettenschwindel betreiben. Sie locken Verbraucher mit Begriffen wie „rein“, „pur“ oder „Gourmet-Öl“ und werben mit österreichischer Herkunft, obwohl es sich in Wahrheit gar nicht um Kürbiskernöl aus der Steiermark handelt. In einem solchen Fall werden die Kürbiskerne nämlich im Ausland, zum Beispiel in Ländern wie China oder Russland gewonnen. Wer richtig gute Qualität möchte, sollte deshalb nur zu dem Original-Öl greifen, das eine weiß-grüne Banderole mit der Aufschrift „Steirisches Kürbiskernöl g. g. A.“ trägt und zusätzlich eine fortlaufende Kontrollnummer hat. Das EU-Siegel „g. g. A.“ steht für „geschützte geografische Angabe“. Anhand der Kontrollnummer ist eine Rückverfolgung bis zum Hersteller möglich. 

 

Was kostet Kürbiskernöl?

Qualität hat ihren Preis: Ein Liter erstklassiges Kürbiskernöl kann 15 Euro und mehr kosten. Dafür wirst du mit einem wunderbar-aromatischen Geschmack belohnt. Gerechtfertigt ist der Preis natürlich vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Aufwand in der Herstellung des Öls steckt und wie viele Kürbisse für die Gewinnung benötigt werden.

 

Wie lange ist Kürbiskernöl haltbar?

Auf der Flasche ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum abgedruckt, das du beachten solltest. Gut verschlossen kannst du Kürbiskernöl meist bis zu einem Jahr aufbewahren. Einmal geöffnet, solltest du das Kürbiskernöl möglichst schnell verbrauchen – es ist dann noch ein paar Monate haltbar. Häufig wird Kübiskernöl in kleinen Falschen angeboten, damit du es nicht so lange lagern musst.

 

Wie bewahre ich Kürbiskernöl auf?

Kürbiskernöl ist lichtempfindlich. Lagere es deshalb so, dass es vor Licht geschützt ist. Am besten an einem kühlen, dunklen Ort – und luftdicht verschlossen. Geöffnet kannst du die Flasche auch im Kühlschrank aufbewahren. Zu kalt sollte dem Öl aber nicht werden.

 

Wie hoch ist Kürbiskernöl erhitzbar?

Dass Kürbiskernöl vor allem in der kalten Küche zum Einsatz kommt, hat einen guten Grund: Beim Erhitzen gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren und das Öl bekommt einen bitteren Geschmack. Deshalb solltest du es nicht zum Braten verwenden, sondern lediglich zum Verfeinern deiner Gerichte gebrauchen.

 

Wie schmeckt Kürbiskernöl?

Kürbiskernöl zeichnet sich durch einen ganz intensiven Eigengeschmack aus: sehr aromatisch, nussig und mit einer feinen Röstnote. Gourmets schätzen dieses kräftige und einzigartige Aroma.

 

Wie gesund ist Kürbiskernöl?

Schon im 18. Jahrhundert wurde vermutet, dass Kürbiskernöl als Heilmittel dienen könnte. Heute gilt es als bestätigt, dass in dem Öl tatsächlich viele wertvolle Inhaltsstoffe stecken. Essenzielle Fettsäuren, Selen und Vitamin E können Krankheiten vorbeugen. So soll sich Kürbiskernöl positiv auf Blasenschwäche und Prostataprobleme auswirken und den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen.

Kürbiskerne - der gesunde Crunch im Salat
Das gewisse Etwas - Kürbiskerne auf Salat

Wie verwendet man Kürbiskerne?

Natürlich eignen sich Kürbiskerne nicht nur für die Herstellung von feinstem Öl. Sie werden fertig abgepackt angeboten und schmecken als Snack, im Müsli, über dem Salat, im Brot oder als Pesto hervorragend. Die kleinen Kerne haben eine ziemlich große Wirkung: Dank den enthaltenen Mineralstoffen und Spurenelementen helfen sie uns dabei, unseren Bedarf an Magnesium, Zink und Eisen zu decken. Außerdem gelten die ungesättigten Fettsäuren – vor allem die Linolsäure – als Bodyguards für Hirn und Herz. Probiere doch am besten gleich einmal ein Rezept aus: Hier findest du Gerichte, die du mit deiner Kenwood Cooking Chef zubereiten kannst.